Roetgen. Ein traditioneller Festzug, eine emotionale Amtsübergabe und ein packendes Vogelschießen, das selbst dem Wetter trotzte: Die St. Hubertus Schützenbruderschaft 1893 Roetgen e.V. blickt auf ein rundum gelungenes Schützenfest 2026 zurück, das Brauchtum und Dorfgemeinschaft perfekt vereinte. Der Festtag begann für die Bruderschaft mit einem ersten großen Höhepunkt: dem Abholen der amtierenden Königin Lea Briel. Nach einem gemütlichen Umtrunk an ihrer Residenz zog der Festzug zurück zur Schützenwiese, wo bereits ein buntes Rahmenprogramm auf die Gäste wartete.
An der Schießhalle angekommen, starteten die Schießwettbewerbe mit einem besonderen Moment für die Vereinsjugend: Erstmals seit 2019 gab es wieder aktive Aspiranten an der Stange für den Jungschützenvogel – ein deutliches Zeichen für die erfolgreiche Jugendarbeit der Bruderschaft. In einem spannenden Wettkampf bewies Aleks Lukac ein sicheres Auge: Mit dem 33. Schuss holte er den Vogel von der Stange und krönte sich zum neuen Jungschützenprinzen. Parallel dazu kamen auch die Gäste und Schießbegeisterten auf ihre Kosten. Bei zwei gut besuchten Preisvögeln – aufgeteilt für aktive Schützen und für die Festgäste – gab es für die treffsichersten Teilnehmer attraktive Geldpreise zu gewinnen.
Am späten Nachmittag stieg die Spannung schließlich auf den Höhepunkt, als das mit Vorfreude erwartete Königsvogelschießen begann. Eine kleine Unterbrechung wegen eines aufziehenden Gewitters tat dem Ehrgeiz der Schützen keinen Abbruch. Kaum war der Himmel aufgeklart, ging es hochspannend weiter. Mit dem 87. Schuss brandete schließlich lautstarker Jubel auf der Schützenwiese auf: Der hölzerne Vogel fiel, und Mathis Arnolds stand als neuer Schützenkönig der St. Hubertus Schützenbruderschaft fest. Er tritt damit die Nachfolge von Lea Briel an und wird den Verein im kommenden, ereignisreichen Schützenjahr repräsentieren.
